Unsere Haut

"Die Haut ist ein aktives biologisches System mit klaren Bedürfnissen.
Wer ihre Funktionen versteht, kann sie gezielt und nachhaltig pflegen."

Die Haut besteht aus drei funktionalen Schichten: Epidermis, Dermis und Subkutis.

Gemeinsam bilden sie ein präzise abgestimmtes System zum Schutz, zur Regeneration und zur Stabilisierung der Haut.

Im Fokus der Pflege steht vor allem die oberste Schicht, die Epidermis. Sie bildet die Hautbarriere und entscheidet darüber, wie gut Feuchtigkeit gespeichert und äußere Einflüsse abgewehrt werden.

Darunter liegt die Dermis. Sie verleiht der Haut durch Kollagen- und Elastinfasern ihre Struktur und Elastizität.

Eine gezielte Pflege unterstützt diese natürlichen Funktionen, ohne das Gleichgewicht der Haut zu stören.

Kollagen & Elastin

Kollagen ist das zentrale Strukturprotein der Haut. Es verleiht ihr Festigkeit und sorgt für Stabilität.

Elastin ergänzt diese Struktur durch Flexibilität. Es ermöglicht der Haut, sich zu dehnen und in ihre ursprüngliche Form zurückzukehren.

Beide Proteine werden kontinuierlich von der Haut gebildet. Mit zunehmendem Alter und unter äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung nimmt diese Produktion jedoch ab.

  • Epidermis (Oberhaut)

    Die Epidermis ist die äußerste Schicht der Haut und bildet ihre zentrale Schutzbarriere.

    Gemeinsam mit der Hornschicht schützt sie die Haut vor äußeren Einflüssen und verhindert gleichzeitig den Verlust von Feuchtigkeit.

    Trotz fehlender Blutgefäße ist die Epidermis ein hochaktives System. In ihrer untersten Schicht werden kontinuierlich neue Zellen gebildet, die die Haut von innen heraus erneuern.

    Eine intakte Epidermis ist entscheidend für ein ausgeglichenes Hautbild. Wird diese Barriere gestört, verliert die Haut schneller Feuchtigkeit und reagiert empfindlicher auf äußere Einflüsse.

  • Dermis (Lederhaut)

    Die Dermis bildet das strukturelle Fundament der Haut und versorgt die Epidermis mit Nährstoffen.

    Hier befinden sich Kollagen- und Elastinfasern, die der Haut Stabilität, Spannkraft und Elastizität verleihen. Ihr Zustand bestimmt maßgeblich, wie fest und widerstandsfähig die Haut wirkt.

    Auch Blutgefäße, Drüsen und Sinnesrezeptoren sind in dieser Schicht verankert. Der Feuchtigkeitsgehalt der Dermis beeinflusst direkt die Funktion der Fasern und damit das gesamte Hautbild.

    Eine gut versorgte Dermis ist die Grundlage für eine stabile, gesunde Hautstruktur.

  • Subkutis (Unterhaut)

    Die Subkutis bildet die tiefste Schicht der Haut und besteht überwiegend aus Fett- und Bindegewebe.

    Sie dient als Energiespeicher, schützt vor Wärmeverlust und verleiht der Haut ihre Form und Polsterung.

    Als strukturelle Basis unterstützt sie die darüberliegenden Hautschichten und trägt zur gesamten Stabilität der Haut bei.

Trockene Haut weist einen Mangel an Lipiden und Feuchtigkeit auf. Die Hautbarriere ist nicht vollständig geschlossen, wodurch Wasser schneller verloren geht.

Es fehlt gewissermaßen das „verbindende Element“ zwischen den Hautzellen. Dadurch wirkt die Haut rau, spannt und kann anfälliger für äußere Einflüsse sein.

Entscheidend ist die gezielte Zufuhr von lipidhaltigen und feuchtigkeitsbindenden Bausteinen, um die Barriere zu stabilisieren und den Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren.

Fettige Haut produziert vermehrt Lipide, insbesondere Talg. Die Hautoberfläche wirkt glänzend, Poren erscheinen vergrößert.

Das grundlegende Problem ist kein Mangel, sondern ein Ungleichgewicht. Die Haut produziert mehr Fett, als für eine stabile Barriere notwendig ist.

Pflege sollte darauf abzielen, dieses Gleichgewicht zu regulieren, ohne die Haut auszutrocknen. Eine übermäßige Entfettung kann die Produktion zusätzlich anregen.

Unreine Haut entsteht häufig durch ein Zusammenspiel aus erhöhter Talgproduktion, verstopften Poren und gestörter Hauterneuerung.

Hier geraten mehrere Bausteine aus dem Gleichgewicht: Lipide, Zellregulation und Hautflora. Die Folge sind Unreinheiten, Entzündungen oder ein unruhiges Hautbild.

Ziel ist es, die Haut sanft zu klären, die Poren freizuhalten und die natürlichen Prozesse der Haut wieder zu stabilisieren.

Empfindliche Haut reagiert schneller auf äußere Einflüsse. Die Hautbarriere ist geschwächt und weniger widerstandsfähig.

Es fehlt vor allem Stabilität in der Schutzfunktion. Reize können leichter eindringen und zu Rötungen, Spannungsgefühlen oder Irritationen führen.

Pflege sollte hier besonders schonend sein und gezielt darauf abzielen, die Barriere zu stärken und die Haut zu beruhigen.

Wirkstoffaufnahme der Haut

Damit Pflege wirken kann, müssen Wirkstoffe die Hautbarriere durchdringen. Entscheidend sind dabei vor allem ihre Struktur und ihre Löslichkeit.

Besonders effektiv sind Substanzen, die fettlöslich sind und eine kleine Molekülstruktur besitzen. Sie können die Schutzschicht der Haut gezielt passieren, ohne sie zu stören.

  • Transzellulärer Weg

    Wirkstoffe dringen direkt durch die Zellen der Hornschicht.

    Dabei müssen sie die Zellmembranen überwinden, die sowohl wasser- als auch fettlösliche Eigenschaften besitzen. Besonders geeignet sind daher Stoffe, die beide Eigenschaften kombinieren.

  • Interzellulärer Weg

    Hier bewegen sich Wirkstoffe zwischen den Zellen entlang der Lipidstruktur.

    Da diese überwiegend fettbasiert ist, können lipophile Substanzen diesen Weg besonders effizient nutzen.

  • Appendagealer Weg

    Dieser Weg nutzt Haarfollikel sowie Schweiß- und Talgdrüsen als natürliche Zugangspunkte.

    Obwohl sie nur einen kleinen Teil der Haut ausmachen, erleichtern sie den Transport, indem sie die dichte Barriere teilweise umgehen.Hautschichten und trägt zur gesamten Stabilität der Haut bei.

Auf der Seite Rohstoffe erfahren Sie, welche natürlichen Inhaltsstoffe die verschiedenen Hauttypen gezielt unterstützen können.